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Social-selling-strategien für linkedin, die im b2b wirklich leads liefern und vertriebszyklen verkürzen

Social-selling-strategien für linkedin, die im b2b wirklich leads liefern und vertriebszyklen verkürzen

Social-selling-strategien für linkedin, die im b2b wirklich leads liefern und vertriebszyklen verkürzen

Warum Social Selling auf LinkedIn im B2B oft scheitert – und wie Sie es besser machen

Wenn ich mit Geschäftsführern oder Vertriebsleitern über Social Selling auf LinkedIn spreche, höre ich erstaunlich oft zwei Sätze:

„Unsere Leute posten da was, aber Leads kommen kaum rein.“
„LinkedIn ist nett fürs Branding, aber fürs Neugeschäft bringt es wenig.“

In 90 % der Fälle liegt das nicht an LinkedIn, sondern an der fehlenden Strategie. Social Selling wird wie klassische Werbung betrieben: Posts raushauen, Firmenpräsentation verlinken, ab und zu ein „Wir sind die Besten“-Statement – und dann hoffen, dass irgendwer anbeißt.

So funktioniert Social Selling im B2B nicht. Aber: Es kann extrem gut funktionieren – wenn Sie drei Dinge ernst nehmen:

Was Social Selling auf LinkedIn im B2B wirklich leisten kann

Bevor wir in Strategien einsteigen, klären wir die Erwartungshaltung. Social Selling ist kein Zaubertrick, der Ihren Vertrieb überflüssig macht. Es ist ein Verstärker.

Richtig eingesetzt, hilft LinkedIn im B2B dabei:

Das Entscheidende: Social Selling ersetzt nicht den Vertrieb – es verändert die Qualität der Gespräche. Von „Wer sind Sie und was machen Sie?“ hin zu „Wie können wir das konkret bei uns umsetzen?“.

Die Basis: Ein klares Profil, das verkauft – ohne wie Werbung zu wirken

Viele Social-Selling-Initiativen scheitern schon auf Seite 1: dem LinkedIn-Profil. Wenn das Profil wie ein Online-Lebenslauf aufgebaut ist, aber Ihre Zielkunden keinen Nutzen erkennen, springen sie ab, bevor es überhaupt losgeht.

Drei Elemente sind für B2B-Social-Selling-Profile entscheidend:

Ein Tipp aus der Praxis: Führen Sie einmal eine „Profil-Session“ mit Vertrieb und Marketing durch und überarbeiten Sie alle Key-Profile gemeinsam – anhand eines einheitlichen, aber individuellen Rahmens. Das schafft Professionalität UND Wiedererkennung.

Die drei Säulen einer Social-Selling-Strategie, die Leads bringt

Social Selling auf LinkedIn lässt sich elegant entlang von drei Säulen strukturieren:

Viele Unternehmen konzentrieren sich fast ausschließlich auf Säule eins („Posten!“) und wundern sich, warum keine Leads kommen. Die Musik spielt aber in der Kombination.

Säule 1: Content, der wirklich entlang der B2B-Kaufreise führt

Stellen Sie sich vor, Sie würden mit einem potenziellen Kunden zusammensitzen und der sagt: „Wir haben das Problem X, wissen aber noch nicht, ob wir das überhaupt angehen wollen.“ Sie würden ja auch nicht sofort das Produktdeck aufklappen.

Genau hier hakt es bei vielen LinkedIn-Aktivitäten. Sie springen inhaltlich direkt auf „Lösung und Produkt“, obwohl der Kunde noch bei „Problem und Orientierung“ ist.

Für B2B-Social-Selling-Content hat sich eine einfache Struktur bewährt:

Ein Praxisbeispiel: Ein Kunde aus der IT-Dienstleistung hat sein LinkedIn-Posting umgestellt – weg von „Wir sind zertifiziert in XYZ“ hin zu kurzen, praxisnahen Szenen aus dem Alltag des IT-Leiters im Mittelstand („Was wirklich passiert, wenn Ihr ERP am Montagmorgen streikt“). Ergebnis: Mehr Kommentare, mehr Direktanfragen, spürbar kürzere Vorgespräche, weil die Schmerzpunkte schon „vorbearbeitet“ waren.

Säule 2: Interaktion – der unterschätzte Hebel, um Vertriebszyklen zu verkürzen

Die meisten Social-Selling-Analysen, die ich mache, sehen so aus:

Viele Posts. Wenig Reaktionen. Kaum Kommentare. Interaktion von Unternehmensseite: praktisch null.

Dabei ist genau die Interaktion der Teil, der Beziehungen baut – und damit später die Vertriebszyklen verkürzt. Drei Hebel sind im B2B-Alltag besonders wirksam:

Säule 3: Systematische, aber respektvolle Direktansprache

Hier kippen viele Strategien von „Social Selling“ zu „Social Spamming“. Standardnachrichten, die schon nach Vertriebsdruck riechen, bevor man den zweiten Satz gelesen hat.

Der Unterschied liegt in zwei Worten: Relevanz und Kontext.

Eine strukturierte, seriöse Direct-Message-Strategie könnte im B2B so aussehen:

In gut geführten Social-Selling-Setups liegt die Annahmequote für solche Termine deutlich über klassischer Kaltakquise – nicht, weil die Formulierung magisch ist, sondern weil der Kontext stimmt.

Wie Social Selling Vertriebszyklen konkret verkürzt

Theorie ist das eine. Spannender ist, wie sich Social Selling messbar im Vertriebsalltag bemerkbar macht. Drei typische Effekte aus Projekten:

Rollenverteilung: Wer macht was – Marketing, Vertrieb, Geschäftsführung?

Ein häufiger Stolperstein: Social Selling wird entweder komplett ins Marketing geschoben („Bitte 3 Posts pro Woche planen“) oder komplett im Vertrieb verortet („Macht mal was auf LinkedIn“). Beides funktioniert selten nachhaltig.

Ein praxisnahes Setup kann so aussehen:

Wichtig ist: Social Selling darf kein „Nebenbei-Projekt“ sein, das der eine motivierte Kollege macht, der „eh gerne auf LinkedIn ist“. Es braucht klare Verantwortlichkeiten, Ziele und zumindest ein Minimum an Struktur.

KPIs, die wirklich zählen – jenseits von Likes und Followern

Natürlich sind Reichweite, Impressionen und Follower-Wachstum nett anzuschauen. Aber im B2B-Bereich mit oft kleinen, klar umrissenen Zielgruppen sind sie nur begrenzt aussagekräftig.

Sinnvollere Kennzahlen für Social Selling auf LinkedIn sind:

Ein einfaches, aber wirkungsvolles Setup ist ein eigenes Attributionsfeld im CRM: „Leadquelle: LinkedIn (Profil / Direktnachricht / Event / Unternehmensseite)“. Nur so sehen Sie, ob der Aufwand wirklich in Umsatz mündet.

Wie Sie konkret starten – ohne Ihr Team zu überfordern

Wenn Sie bisher wenig strukturiert auf LinkedIn unterwegs waren, muss Social Selling kein Mammutprojekt werden. Drei pragmatische Schritte reichen für den Anfang:

Erst dann lohnt es sich, zu skalieren – mehr Personen einbinden, mehr Formate testen, Prozesse verfeinern.

Warum jetzt ein guter Zeitpunkt ist, Social Selling ernst zu nehmen

LinkedIn im DACH-Raum ist längst kein „Nice to have“-Netzwerk für Karriere und Employer Branding mehr. Entscheider recherchieren dort aktiv, vergleichen Anbieter, beobachten Personen – oft deutlich früher, als viele Vertriebsteams glauben.

Wer heute beginnt, Social Selling strukturiert aufzubauen, baut sich einen Vorsprung auf, der in zwei, drei Jahren schwer einzuholen ist. Nicht, weil der Algorithmus so magisch wäre, sondern weil Beziehungen Zeit brauchen.

Und am Ende ist Social Selling nichts anderes als das, was guter B2B-Vertrieb schon immer war: Menschen, die mit Fachkompetenz, Verlässlichkeit und echtem Interesse Vertrauen aufbauen. LinkedIn ist nur die Bühne, auf der das heute sichtbarer und skalierbarer passiert.

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