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Wie sie mit marketing-automation ihre b2b-sales-pipeline planbar machen und abschlussquoten steigern

Wie sie mit marketing-automation ihre b2b-sales-pipeline planbar machen und abschlussquoten steigern

Wie sie mit marketing-automation ihre b2b-sales-pipeline planbar machen und abschlussquoten steigern

Wenn ich heute mit B2B-Vertriebsteams spreche, höre ich erstaunlich oft denselben Satz: „Unsere Pipeline ist voll – aber die Abschlüsse bleiben hinter den Erwartungen zurück.“

Genau hier setzt Marketing-Automation an. Nicht als neues „Buzzword-Projekt“, sondern als sehr pragmatisches Werkzeug, um drei Dinge zu erreichen:

In diesem Artikel zeige ich Ihnen, wie Sie Marketing-Automation so einsetzen, dass sie Ihre B2B-Sales-Pipeline kalkulierbar macht – und nicht nur ein weiteres IT-Spielzeug im Unternehmen wird.

Warum Ihre Pipeline heute weniger planbar ist, als Sie denken

Viele B2B-Unternehmen „tracken“ zwar eine Pipeline, aber wenn man genauer hinschaut, ist es eher eine Wunschliste als ein Steuerungsinstrument. Typische Symptome:

In einem Projekt mit einem mittelständischen Maschinenbauer (40 Vertriebsmitarbeiter, 6 Märkte) haben wir uns die Pipeline mal brutal ehrlich angesehen. Ergebnis:

Vertriebsleiter und Geschäftsführung können unter solchen Bedingungen eigentlich nur reagieren – nicht steuern. Genau hier entfaltet Marketing-Automation ihren Wert: Sie schafft einen wiederholbaren, messbaren Prozess vom ersten Kontakt bis zum Angebot.

Was Marketing-Automation im B2B wirklich leisten kann – und was nicht

Marketing-Automation wird oft verkauft wie ein Zauberstab: Tool einführen, Leads fließen, Abschlüsse explodieren. So läuft es nicht. Automatisierung ersetzt nicht:

Aber sie verstärkt all das, wenn es vorhanden ist. Konkrete Hebel im B2B:

Die Frage ist also nicht: „Brauchen wir Marketing-Automation?“ Sondern: „Wo in unserem Vertriebsprozess bringt sie den größten Hebel?“

Vom Zufallslead zum planbaren Zufluss: Leads systematisch gewinnen

Planbare Sales-Pipeline heißt zuerst: planbarer Lead-Zufluss. Ohne das wird jede Forecast-Diskussion zur Kaffeesatzleserei.

Im B2B funktioniert das selten über ein einzelnes „Wunderformat“, sondern über einen Mix aus digitalen und klassischen Kanälen, orchestriert über Ihre Automationsplattform.

Typische Quellen, die sich gut automatisieren lassen:

Ein Beispiel aus einem IT-Dienstleister-Projekt: Vor der Automatisierung kamen Leads über Messen, die Website und Empfehlungen – aber niemand konnte sagen, was wie gut funktioniert. Nach sechs Monaten mit Marketing-Automation wussten wir:

Diese Transparenz ist Gold wert. Sie erlaubt Ihnen, Budgets dorthin zu schieben, wo echte Sales-Power entsteht – nicht nur Klicks.

Lead-Nurturing: Wie Sie Interessenten reif für den Vertrieb machen

Der vielleicht größte Hebel von Marketing-Automation im B2B liegt im Nurturing – also der systematischen Begleitung vom Erstkontakt bis zum Vertriebsdialog.

Die meisten B2B-Kaufentscheidungen sind:

Hier ist es fatal, wenn der Vertrieb zu früh anruft („Wir wollten mal hören, ob…“) – oder zu spät, wenn der Wettbewerb schon den Fuß in der Tür hat.

Ein gutes Nurturing-Setup arbeitet in Stufen, zum Beispiel:

Ein Praxisbeispiel: Ein Anbieter für industrielle Sensorik hatte das Problem, dass der Vertrieb nur mit „heißem Blei“ arbeitete – alles andere wurde ignoriert. Gleichzeitig klagte Marketing über mangelnde Wertschätzung der generierten Leads.

Wir haben gemeinsam drei Nurturing-Strecken aufgesetzt, jeweils zugeschnitten auf unterschiedliche Branchen. Jeder neue Lead bekam:

Ergebnis nach vier Monaten:

Und das Wichtigste: Der Vertrieb hatte das Gefühl, dass Marketing ihm wirklich „warme“ Leads übergibt – nicht nur Kontaktdaten.

Lead-Scoring: Objektive Kriterien statt Bauchgefühl

Damit Ihre Sales-Pipeline planbar wird, brauchen Sie eine gemeinsame Sprache zwischen Marketing und Vertrieb: Was ist ein „guter“ Lead?

Lead-Scoring ist hier der Dreh- und Angelpunkt. Es kombiniert:

Ein einfaches, aber wirkungsvolles Modell könnte so aussehen:

Ab einem gemeinsam definierten Schwellenwert (etwa 70 Punkten) wird der Lead automatisch an den Vertrieb übergeben – mit klarer Historie der Interaktionen.

In einem SaaS-Projekt haben wir mit einem sehr simplen Modell begonnen:

Alle Leads mit mehr als 60 Punkten wurden als „MQL“ (Marketing Qualified Lead) an den Vertrieb übergeben. Nach drei Monaten konnten wir messen:

Genau diese Art von Daten macht Ihre Pipeline steuerbar. Sie wissen nicht nur, wie viele Leads Sie brauchen, sondern auch, welcher Mix an Aktivitäten welche Pipeline-Tiefe erzeugt.

Automatisierung und Vertrieb: So vermeiden Sie Reibungsverluste

Die schönste Marketing-Automation nützt nichts, wenn der Vertrieb sie nicht mitträgt. Die häufigsten Konfliktpunkte:

Um das aufzulösen, hat sich in meinen Projekten ein Vorgehen bewährt:

Ein Vertriebsleiter sagte mir einmal nach einem halben Jahr Automationsprojekt: „Früher habe ich Marketing eher als Kostenblock gesehen. Heute sehe ich sie als Vorverkaufsteam.“ Genau diesen Perspektivwechsel wollen Sie erreichen.

Kleine Schritte, große Wirkung: Wie Sie pragmatisch starten

Viele Unternehmen scheitern nicht an der Idee, sondern an der Umsetzung. Die Projekte werden zu groß, zu technisch, zu abstrakt. Mein Rat: Fangen Sie klein an – aber mit einem klar abgegrenzten Use Case.

Eine pragmatische Roadmap könnte so aussehen:

Sie müssen nicht sofort das „perfekte“ Setup haben. Im Gegenteil: Die erfolgreichsten Teams, die ich gesehen habe, haben ihre Automationsstrecken kontinuierlich weiterentwickelt – auf Basis echter Daten.

Welche KPIs wirklich zählen – und welche Sie ignorieren können

Marketing-Automation bringt eine Fülle an Metriken mit sich. Man kann sich darin herrlich verlieren. Für eine planbare B2B-Sales-Pipeline brauchen Sie vor allem einige wenige Kennzahlen, die Vertrieb und Management gemeinsam verstehen:

Weniger wichtig – zumindest am Anfang:

Richten Sie Ihre Dashboards so aus, dass sie eine Frage beantworten: „Wie viel Umsatz-Potenzial haben wir in welcher Reifephase – und wo verlieren wir es?“

Typische Stolperfallen und wie Sie sie vermeiden

Nach einigen Dutzend Projekten sehe ich immer wieder dieselben Fehler. Wenn Sie sie kennen, sparen Sie sich viel Frust:

Auf der positiven Seite: Viele Unternehmen sind schon mit relativ einfachen Setups deutlich besser geworden – einfach, weil sie konsequent messen und nachsteuern.

Warum sich der Aufwand lohnt – und wie Sie intern den „Business Case“ argumentieren

Zum Schluss die Frage, die die Geschäftsführung interessiert: Rechnet sich das?

Ein einfacher Weg, den Business Case zu bauen:

Angenommen, Sie haben heute:

Das ergibt etwa 6 Abschlüsse bzw. 180.000 € Neugeschäft pro Monat.

Wenn Sie mit Marketing-Automation in 12–18 Monaten erreichen, dass Sie:

dann liegen Sie bei 12 Abschlüssen bzw. 360.000 € Neugeschäft pro Monat – also +180.000 € pro Monat, bevor Sie über Cross- und Upselling sprechen.

Selbst wenn Sie konservativ nur die Hälfte dieses Effekts ansetzen, ist meist genug Potenzial da, um die Investition in Tool, Setup und Content mehrfach zu rechtfertigen.

Und vielleicht der wichtigste, aber am schwersten messbare Effekt: Ihr Vertrieb arbeitet fokussierter, motivierter und mit deutlich weniger Frust – weil er mit den richtigen Kontakten zur richtigen Zeit spricht.

Wenn Sie an dem Punkt sind, an dem Ihre Pipeline mehr Gefühl als System ist, könnte der nächste logische Schritt sein: Einen überschaubaren Marketing-Automation-Pilot aufzusetzen. Nicht als IT-Projekt. Sondern als sehr konkretes Vertriebsprojekt – mit klaren Zielen, einfachen Prozessen und der Bereitschaft, aus echten Daten zu lernen.

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